TeilnehmerMarathon

Es ist mit Worten kaum zu beschreiben, was unsere Läufer am vergangenen Wochenende nach einer Vorbereitungszeit von nur 5760 Stunden (oder auch 240 Tagen) vollbracht haben. Alles begann mit der Idee des ComTel Systemhaus Geschäftsführers Holger Bachert, der die Vision hatte, gemeinsam mit Sponsoren, Partnern und Mitarbeitern beim 42. BMW Berlin Marathon an den Start zu gehen.
Nach einiger Planungszeit stand letztendlich das organisatorische Konzept.
Im Laufe der Zeit konnten Partner, Sponsoren und auch die Läufer und Läuferinnen gewonnen werden, so dass Anfang 2015 die Liste der Teilnehmer vollständig war.

Am 30. Januar trafen sich dann alle zum ersten Auftakt-Camp in Waghäusel, wo der Sportprofessor Dr. Thomas Wessinghage alle auf die gemeinsame Vorbereitungsphase einstellte. Zu diesem Zeitpunkt lag der Marathon noch weit entfernt und auch das Ausmaß der eigenen Entscheidung war noch nicht jedem bewusst. Der Respekt war da, aber die Kenntnis des eigenen Körpers musste erst noch im Laufe der Zeit gewonnen werden.

Beim ersten Trainingscamp wurden die Laktatwerte der Teilnehmer gemessen.

Die heterogene Gruppe aus Profis und ungeübten Anfängern wuchs bereits beim ersten Treffen so eng zusammen, dass ab diesem Wochenende ein kontinuierlicher Austausch in einer gemeinsamen Whatsapp-Gruppe und auf Facebook stattfand.

So konnten die ersten Kilometer, nach einem individuellen Trainingsplan von Thomas Wessinghage, absolviert werden. Von den jeweiligen Erfahrungen aus den Vorbereitungsläufen wurde dann in den Gruppen berichtet, was für gegenseitigen Ansporn sorgte.

Als sich die Läufer und Läuferinnen dann vom 12.-14. Juni erneut zu einem Trainingscamp trafen, konnte man bereits große Veränderungen feststellen. Das Bewusstsein für den eigenen Körper war deutlich spürbar und auch Coach Thomas Wessinghage bezeichnete die Teilnehmer als „drahtiger und fitter“.
Mittlerweile waren die Marathoni problemlos im Stande Strecken von 15-20 Kilometern in einem adäquaten Pulsbereich zu laufen, was zu Beginn des Trainings für fast alle noch utopisch schien.

Von jetzt an gab es keinen Weg zurück – der Marathon rückte von Tag zu Tag näher.

Die Spannung war greifbar, als sich dann am Samstag (26.09.2015) alle Teilnehmer mit Begleitung und Team in Berlin trafen. Eine kleine Portion Skepsis in Kombination mit großer Vorfreude und überschwänglicher Motivation bestimmten die Stimmung vor Ort. Beim abschließenden PastaDinner am Samstagabend pushte ein Motivationsvideo von unserem Kameramann David Seitz nochmals die Gefühle der Teilnehmer auf eine neue Ebene. Jetzt war es also soweit.

8 Monate Schweiß, Vorfreude, Überraschungen und Muskelkater sollten sich nun endlich bezahlt machen. Der große Tag war gekommen.

Um kurz nach 7:00 Uhr brachen alle gemeinsam auf zum Start. Nach einer kleinen Rundfahrt mit diversen S-Bahnen standen wir endlich vor dem Reichstagsgebäude und blickten in Richtung Brandenburger Tor, wo sich die Teilnehmer des Marathons aufstellten. An der Barriere zum Marathongelände verabschiedete man sich von den mitgereisten Fans und Freunden und war ab diesem Zeitpunkt im Modus höchster Konzentration. Das Starterfeld von ca 40.000 Läufern war unbeschreiblich. Wohin man auch blickte – man sah nur in die gespannten Gesichter der Starter, deren Brust die jeweilige Laufnummer zierte.
Aufstellung im Startbereich.
In einer überwältigenden Menschentraube wartete man nun auf den Moment an dem sich das Feld vor einem in Bewegung setzte. Dieser Moment war für unsere Läufer gegen 9:30 Uhr.

Marathon2015_12s

Das Feeling entlang der Strecke war mit Worten nur schwer zu beschreiben. Straßen gesäumt von jubelnden Menschen, Läufer und Läuferinnen verschiedenster Nationen und körperlichen Konstitutionen, imposante Eindrücke der Berliner Metropole… all dies beflügelte unsere 35, an den Start gegangenen, Teilnehmer von Schritt zu Schritt.

Die meisten unserer Läufer und Läuferinnen hatten im Training die 30km als Maximaldistanz geknackt. Der Marathon wartete allerdings mit 42,195km Gesamtdistanz auf. Somit war jedem klar, dass man gegen Ende in einen körperlichen und mentalen Bereich kommt, bei dem es um Grenzüberschreitung geht.

Bereits nach 3:19 h überquerte einer unserer Läufer die Ziellinie, gefolgt von weiteren Topläufern aus unseren Reihen.
Ausgepumt, aber dennoch voller Stolz und Freude trafen nach und nach die Finisher auf dem riesigen Areal hinter dem Brandenburger Tor ein. Um den Hals eine Medaille, die mehr war als nur ein Stückchen Blech. Sie war ein funkelnder Beweis, dass man soeben 42,195 Kilometern auf den eigenen Beinen durch Berlin gelaufen war und sich die gesamte Vorbereitungszeit nun endlich in einem überragenden Finale ausgezahlt hatte.
Unsere letzten Teilnehmer kamen nach über 6 Stunden ins Ziel. ABER – sie kamen ins Ziel! Die Zeit spielte bei unserem kompletten Vorhaben niemals eine Rolle. Der Weg war das Ziel. Und obwohl einige unserer Gladiatoren mit skeptischen Gefühlen an den Start gingen, schafften es ausnahmslos ALLE bis ins Ziel.
Jeder, der schon einmal 6 Stunden durchgelaufen war, kann mit Sicherheit nachvollziehen, was dies für eine Leistung war.

Die Kulisse in Berlin, vor allem im Start- und Zielbereich, war unschlagbar. Jubelnde Menschen. Läufer, die angepeitscht von wummernder Musik die Hände mit letzter Kraft in die Höhe streckten um sich über die letzten Meter der Strecke ins Ziel zu retten. Teilnehmer aus allen Nationen, mit unterschiedlichsten Hautfarben. Profis und Amateure. Es war unfassbar, was man vom Rand der Strecke aus beobachten konnte. Ein Gänsehautschub folgte dem Nächsten.

Marathon2015_11s

Am Abend trafen wir uns gemeinsam zum „WinnerDinner“ im Hotelrestaurant. Die Läufer waren gänzlich gezeichnet von den Strapazen, die eine solche Strecke zwangsläufig mit sich bringt. Aber dennoch folgte nach der Abschlussrede unsers Initiators und Geschäftsführers Holger Bachert ein riesiger Applaus. Ebenso konnte man deutlich eine gewisse Wehmut in der abendlichen Stimmung spüren. Immerhin war man in den letzten 8 Monaten gemeinsam durch diverse Phasen gegangen. Jeder für sich, aber dennoch im Team. Die Tatsache, dass dies nun das Ende sein sollte, bescherte all unseren Helden ein weinendes und ein lachendes Auge.

Selbstverständlich beschlossen alle Läufer und Läuferinnen, weiterhin den Kontakt zum Team aufrecht zu halten und auch läuferisch am Ball zu bleiben. Und da Thomas Wessinghage allen anbot, sie weiterhin mit Trainingsplänen zu versorgen und auch über diesen Marathon hinaus mit Rat und Tat zur Seite stehen wird, wurden bereits jetzt neue Ziele gesteckt.

Wir, als Organisationsteam, sind immer noch total begeistert und unfassbar stolz auf unsere „Schützlinge“.
Das was die Jungs und Mädels hier geschafft haben ist etwas ganz Großes.
Wir ziehen unseren Hut vor dieser Leistung und hoffen, dass ihr, mit diesem Event als Katalysator, weiterhin auf einem gesunden und sportlichen Weg bleiben werdet. Ihr wart ein tolles Team. Danke!

Das ComTel Marathon Orga-Team

Die kompletten Berichte und Videos finden Sie unter http://berlin.ctsh.de

 

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